Avignon liegt in der Provence am östlichen Ufer der Rhône, nahe der Mündung der Durance. Die Stadt wird von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und erhebt sich teilweise auf dem markanten Kalksteinfelsen Rocher des Doms. Mit etwa 92.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt des Départements Vaucluse und Sitz der Präfektur. Die Umgebung ist geprägt von kalkhaltigen Böden und sanften Hügeln wie dem bewaldeten Montfavet im Osten.
Die Geschichte Avignons reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erste nennenswerte Siedlungen entstanden durch das keltoligurische Volk der Kavaren, das hier eine befestigte Ansiedlung gründete. Später nannten die Phokäer aus Marseille den Ort Avenio, bevor er unter römischer Herrschaft zur blühenden Kolonie Colonia Iulia Augusta Avenionesium aufstieg. Seine größte Bedeutung erlangte Avignon jedoch als Sitz der Päpste von 1309 bis 1376, was ihm den Beinamen „Stadt der Päpste“ einbrachte.
Heute ist Avignon vor allem für seine mittelalterliche Altstadt mit dem imposanten Papstpalast und der berühmten Brücke Pont Saint-Bénézet bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das jährliche Festival von Avignon macht die Stadt zu einem Zentrum der darstellenden Künste. Die malerische Lage zwischen Rhône und Durance, die historische Architektur und die kulturellen Veranstaltungen verleihen Avignon seinen besonderen Charme.