Arriach liegt in den sanften Ausläufern der Gurktaler Alpen, eingebettet zwischen dem Wöllaner Nock im Norden und der Gerlitzen im Süden. Das Tal öffnet sich nach Süden, wo Villach etwa zwanzig Kilometer entfernt ist. Die Gemeinde ist als Luftkurort anerkannt und beherbergt den geographischen Mittelpunkt Kärntens.
Erstmals taucht Arriach im Jahr 1207 unter dem Namen Ovriach in Urkunden auf, doch Spuren früherer Besiedlung reichen bis ins Jahr 1000 zurück. Im 19. Jahrhundert schlossen sich mehrere kleinere Gemeinden zusammen, darunter Laastadt, während andere Ortsteile wie Sauerwald und Hinterbuchholz erst später eingegliedert wurden. Die Geschichte ist auch von Naturereignissen geprägt, etwa den schweren Hochwassern 2022, die das alte Wasserkraftwerk zerstörten und einen Neubau erforderten.
Die Vier-Evangelisten-Kirche als größte evangelische Kirche Kärntens prägt das Ortsbild ebenso wie die katholische Pfarrkirche mit ihrer bewegten Geschichte. Traditionelle Holzhäuser entlang der Kärntner Holzstraße zeugen von der handwerklichen Vergangenheit. Persönlichkeiten wie der Theologe Josef Winkler oder die Skirennläuferin Nadine Fest verbinden sich mit dem Ort, der auch durch seine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Wain eine besondere historische Verbindung pflegt.