Angermünde liegt im Nordosten Brandenburgs, eingebettet zwischen der Schorfheide-Chorin und dem Odertal. Die Stadt dehnt sich über eine besonders große Fläche aus und reicht im Osten fast bis an Polen heran. Zahlreiche Seen und Moore prägen die Landschaft, während die Uckermärkische Hügellandschaft mit markanten Endmoränenhügeln das Bild bestimmt. Die höchste Erhebung in der Umgebung ist der Blocksberg mit über hundert Metern Höhe.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem 13. Jahrhundert, als ein Bürger von Stettin unter dem Namen Henricus de Angermunde eine Urkunde bezeugte. Eine Burg entstand bereits Anfang des 13. Jahrhunderts, und 1254 erhielt Angermünde das Stadtrecht. Im Mittelalter war die Stadt ein wichtiger Handelsstützpunkt, was sich in Klöstern und Kirchen aus Feld- und Backstein zeigt. Später wurde sie Kreisstadt und entwickelte sich durch Eisenbahnanschluss und ein Gestüt zu einem regionalen Zentrum.
Heute ist Angermünde vor allem für seine naturnahe Umgebung bekannt, die zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gehört. Historisch bedeutsam sind die mittelalterliche Marienkirche und die Überreste des Franziskanerklosters. Ein Kriegerdenkmal und ein Gedenkstein erinnern an die Stadtgeschichte, während die Nähe zur Oder und zu ausgedehnten Wäldern Erholungssuchende anzieht.