Andrychów liegt im Süden Polens, in der Woiwodschaft Kleinpolen, umgeben von den Kleinen Beskiden. Die Stadt ist Verwaltungssitz einer gleichnamigen Gemeinde und hat als größten Arbeitgeber den Nutzfahrzeughersteller Zasław.
Die erste Siedlung entstand vermutlich im 13. Jahrhundert, urkundlich erwähnt wurde der Ort 1345 als „ecclesia Henrichov“. Im Laufe der Zeit wechselte der Name mehrfach, bis sich die heutige Form durchsetzte. Prägend waren Besitzerwechsel, darunter die Familie Schwarzenberg-Czerny, die im 18. Jahrhundert Weber aus Flandern, Sachsen und Schlesien ansiedelte und so den wirtschaftlichen Aufschwung förderte. Nach Zerstörungen im 17. Jahrhundert und einem Bevölkerungsrückgang im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich Andrychów zu einem wichtigen Ort in Galizien, bis es 1918 wieder polnisch wurde.
Heute lebt die Stadt stark vom Tourismus, der von den Kleinen Beskiden und dem Naturschutzgebiet Madohora profitiert. Mountainbiker und Radfahrer finden hier ein weitverzweigtes Wegenetz. Bekannt ist Andrychów auch für Persönlichkeiten wie den Kardinal Stanisław Ryłko oder den Verfahrenstechniker Andrzej Górak. Partnerstädte wie Isny im Allgäu oder Břeclav unterstreichen die internationale Vernetzung.