Alfter liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen, direkt am westlichen Rand der Bundesstadt Bonn. Die Gemeinde grenzt im Norden an Bornheim, im Osten an Bonn selbst, im Süden an Meckenheim und Rheinbach sowie im Westen an Swisttal. Sie erstreckt sich über etwa 35 Quadratkilometer, wobei fast die Hälfte der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird und ein Viertel aus Wald besteht. Die Landschaft wird vom Vorgebirge geprägt, wo der höchste Punkt bei Witterschlick 174,5 Meter über dem Meeresspiegel erreicht, während der niedrigste Punkt nahe Am neuen Weiher nur 52,5 Meter misst. Zwei Bäche, der Alfterer Bornheimer Bach und der Hardtbach, durchziehen das Gebiet mit ihren Zuflüssen.
Die erste schriftliche Erwähnung Alfters stammt aus dem Jahr 1067, doch Funde belegen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit. Das Gebiet gehörte lange zum Kurfürstentum Köln und war Teil der Herrlichkeit Alfter, die im Besitz der Grafen von Salm-Reifferscheid stand. Gielsdorf wurde bereits im frühen Mittelalter erwähnt, während andere Ortsteile wie Oedekoven und Impekoven erst später urkundlich erfasst wurden. Nach der französischen Besetzung Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Orte einer neuen Verwaltungsstruktur unterstellt, bevor sie 1815 an Preußen fielen. Die heutige Gemeinde entstand 1969 durch den Zusammenschluss mehrerer selbstständiger Gemeinden.
Alfters Besonderheiten zeigen sich in historischen Bauwerken wie dem Schloss Alfter, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und im 18. Jahrhundert seine heutige Form erhielt. Daneben prägen Fachwerkhäuser, Kirchen und ehemalige Burgen wie die in Gielsdorf das Ortsbild. Die Alanus-Hochschule hat ihren Sitz im Johannishof auf der Olsdorfer Heide, und die katholische Kirche St. Mariä Heimsuchung in Impekoven stammt vom Architekten Gottfried Böhm. Die Gemeinde ist heute vor allem Wohnort für Pendler nach Bonn, doch auch Weinbau und Landwirtschaft haben in einigen Ortsteilen noch Tradition.