Bild: Clemens Stockner · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Zinkwand
Berg in den Schladminger Tauern an der Grenze Salzburg / Steiermark
Die Zinkwand ist ein 2442 Meter hoher Berg an der Grenze zwischen Steiermark und Salzburg, Teil der Schladminger Tauern. Sie liegt am Tauernhauptkamm und trennt das steirische Obertal von Salzburger Seite. Der Gipfel bildet eine Gratschneide, die von den Vetternspitzen zum Graunock verläuft. Umgeben ist sie von Karstformen wie dem Knappenkar, Schnabelkar und Zinkenkarl, während die Keinprechthütte als Stützpunkt dient. Der Berg war über Jahrhunderte ein Zentrum des Bergbaus, wo Silber, Kobalt und Nickel gefördert wurden. Besonders im 16. Jahrhundert blühte der Silberabbau mit bis zu 1500 Knappen, doch sinkende Preise und technische Probleme führten zum Niedergang. Später prägte der Kobalt- und Nickelbergbau das Gebiet, bis die Vorkommen erschöpft waren. Heute stehen die Relikte unter Denkmalschutz, darunter über 70 nachgewiesene Mineralien wie der Gersdorffit. Ein besonderes Erlebnis bietet der Stollenlehrpfad, der durch den Zinkwandstollen führt. Der Weg beginnt an der Ruine eines Knappenhauses und führt über Leitern und Steilstufen durch den Berg. Im Inneren gibt es rekonstruierte Räume wie die Knappenstube und einen Ausguck. Der Pfad endet auf der steirischen Seite und ermöglicht Einblicke in die historische Bergbauwelt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Berg
- Ort
- Schladming
- Seehöhe
- 2442 m
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