Sehenswürdig · Vodice

Vodice

Siedlung in Kroatien

Vodice

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Vodice liegt im Norden der Halbinsel Istrien, eingebettet im Gebiet des Ćićarija-Gebirges. Der Weiler gehört zur Gemeinde Lanišće und ist etwa zwölf Kilometer nordwestlich des Gemeindezentrums entfernt. Erreichbar ist er über Straßenkreuzungen nahe Buzet, wo sich die Routen Buzet–Obrov und Jelovice–Mune treffen.

Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Auf einem nahen Hügel stand einst eine befestigte Siedlung aus der Eisenzeit. Später entwickelte sich Vodice zu einer dörflichen Ansiedlung, die erstmals im 10. Jahrhundert in schriftlichen Quellen erwähnt wird, als es unter der Herrschaft Triests stand. Danach wechselte es zwischen verschiedenen Mächten wie dem Patriarchat von Aquileia und den Grafen von Görz, bevor es 1394 Teil der Republik Venedig wurde. Im 15. Jahrhundert litt es unter türkischen Überfällen, bis es 1523 unter habsburgische Verwaltung geriet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort 1944 von deutschen Truppen niedergebrannt und die Bevölkerung in Konzentrationslager deportiert.

Heute prägen zwei Kirchen das Bild des kleinen Dorfes. Die Martinskirche aus dem 19. Jahrhundert, mehrfach renoviert, steht im Ort, während eine ältere Kirche gleichen Namens im Friedhof außerhalb zu finden ist. Dort soll sich einst das ursprüngliche Dorf befunden haben. Mit nur sechzehn Einwohnern ist Vodice ein ruhiger Ort, der von der umliegenden, hügeligen Landschaft des Ćićarija-Gebirges umgeben ist.

Quellen (1)

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