Sehenswürdigkeiten · Bicske
Vértesacsa
Gemeinde in Ungarn

Vértesacsa liegt im Komitat Fejér, genauer im Kreis Bicske, und ist Teil des Vértes-Gebirges. Der Ort entstand aus einem Haufendorf und entwickelte sich zu einer längsgezogenen Straßensiedlung auf dem Lovasberényi-Rücken. Das Zentrum des Dorfes mit 213 Hektar Fläche liegt im Vértesacsa-Tal auf 161 Metern Höhe und ist von einer lössbedeckten, erosionsgeprägten Hügellandschaft umgeben, die von Tälern durchzogen wird.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit und Bronzezeit zurück, wie Funde in der Nähe belegen. Erstmals erwähnt wurde Vértesacsa 1330, doch prägender waren spätere Ereignisse: Nach der türkischen Besatzung im 16. Jahrhundert und einem Mordfall 1715 verlor die Bevölkerung ihre Rechte und wurde in Erbuntertänigkeit gezwungen. Deutsche Siedler zogen zu, und unter József nádor begann im 19. Jahrhundert ein wirtschaftlicher Aufschwung. Die Eisenbahnverbindung nach Bicske und Székesfehérvár, heute stillgelegt, spielte dabei eine Rolle. Zwei Kirchen prägen das Ortsbild: eine barocke römisch-katholische Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit spätbarocker Wandmalerei und eine reformierte Kirche von 1838.
Heute ist Vértesacsa ein Ort mit ländlichem Charakter, umgeben von sanften Hügeln und Tälern. Die barocke Pfarrkirche mit ihrem klassizistischen Turm und dem spätbarocken Innenraum lädt zum Verweilen ein. Einstiges Bahnhofsgebäude und die Spuren der Militärgeschichte, etwa ein ehemaliger Raketenstandort, erzählen von der Vergangenheit. Die Landschaft mit ihren lössbedeckten Hängen und den umliegenden Gemeinden wie Alcsútdoboz oder Lovasberény bietet ruhige Spazierwege und Einblicke in die regionale Geschichte.
Quellen (1)
- Vértesacsa (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
- Website
- http://www.vertesacsa.hu
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