KlosterSteiermark

Stift Vorau

Augustiner-Chorherrenstift in Vorau, nordöstliche Steiermark, Österreich

Das Augustiner-Chorherrenstift Vorau liegt in der Marktgemeinde Vorau in der nordöstlichen Steiermark. Es wurde 1163 von Markgraf Ottokar III. von Traungau und seiner Frau Kunigunde gegründet und ist damit eines der ältesten Klöster der Region. Die Anlage entstand zwischen Wechsel und Masenberg und wurde später durch Brände und Umbauten geprägt. Besonders sehenswert sind die prunkvolle Stiftskirche aus dem 17. Jahrhundert, die nach Plänen von Domenico Sciassia erbaut und später von Matthias Steinl im Wiener Hochbarock umgestaltet wurde. Der Hochaltar zeigt die Himmelfahrt Marias, während die Kanzel die Lehrtätigkeit Jesu thematisiert. Die Bibliothek des Stiftes beherbergt etwa 17.500 Bände, darunter wertvolle Handschriften wie das Vorauer Evangeliar und die Vorauer Handschrift mit geistlichen Dichtungen. Die Sakristei mit ihren illusionistischen Malereien von Johann Cyriak Hackhofer gilt als künstlerisches Meisterwerk. Vor Ort beeindruckt die barocke Ausstattung der Stiftskirche mit ihren überlebensgroßen Plastiken. Die Bibliothek lädt mit historischen Werken zum Verweilen ein. Die Sakristei fasziniert durch ihre detailreichen Wandmalereien, die den Schmerzhaften Rosenkranz und einen Höllensturz darstellen. Die Umgebung des Stiftes mit seinen weitläufigen Wäldern und Ländereien rundet den Besuch ab.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Abtei, religiöse Gemeinschaft
Ort
Vorau
Adresse
Vorau 1 u. a.
Erbaut
1163
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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