Klöster · Furth bei Göttweig

Stift Göttweig

das „österreichische Montecassino“

Stift Göttweig
C.Stadler/Bwag CC BY-SA 4.0

Weithin sichtbar thront das Benediktinerstift Göttweig auf einem Hügel südlich von Krems über der Wachau. Die 1083 gegründete Abtei wurde nach einem Brand 1718 in monumentalem Barock wiederaufgebaut und wegen ihrer Lage und Größe „österreichisches Montecassino“ genannt.

Höhepunkte sind die Kaiserstiege mit dem größten Deckenfresko Paul Trogers, die Stiftskirche und der weite Blick über das Donautal. Das Stift gehört zum UNESCO-Welterbe Wachau und ist für seine eigenen Weine bekannt.

Das Stift Göttweig ist ein Benediktinerkloster der Österreichischen Benediktinerkongregation. Es steht auf einem Hügel südlich der Donau bei Furth bei Göttweig, nahe Krems, am Ausläufer des Dunkelsteinerwaldes in Niederösterreich. Der Ort war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, doch die Klostergründung erfolgte 1083 durch Bischof Altmann von Passau. Seit 2000 gehört das Stift zur UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft Wachau mit den Stiften Melk und Göttweig und der Altstadt von Krems“.

Die Bedeutung des Klosters zeigt sich in seiner langen Geschichte und seinen Verbindungen zu anderen Klöstern. Die ersten Mönche kamen 1094 aus St. Blasien im Schwarzwald und prägten mit Reformimpulsen auch Seitenstetten, Garsten und Vornbach. Im 17. Jahrhundert wirkten Äbte wie Georg Falb und Gregor Cornerus maßgeblich für die Gegenreformation und die Herausgabe des ersten deutschsprachigen katholischen Gesangbuchs. Nach einem Großbrand 1718 entstand unter Abt Gottfried Bessel ein Neubau nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt, der jedoch nur teilweise umgesetzt wurde.

Vor Ort beeindruckt die Anlage mit ihrer barocken Architektur. Die Stiftskirche, der Kapitelsaal und die Bibliothek liegen in der Hauptachse, während der Nordtrakt den Kaisertrakt mit Museum und Archiv beherbergt. Die drei ausgeführten Ecktürme – Sebastianiturm, Frauenturm und Altmanniturm – prägen das Bild. Ältere Bauteile wie die „Burg“ und die Erentrudiskapelle ergänzen die jüngeren Strukturen. Die Hanglage bietet zudem weite Blicke über die Donau und die umliegenden Hügel des Dunkelsteinerwaldes.

Öffnungszeiten und Eintritt können sich je nach Saison ändern. Vor dem Besuch nachsehen: stiftgoettweig.at

Quellen (2)
Adresse
Stift Göttweig 1, 3511 Stift Göttweig
Erbaut
1083
Baustil
Barockarchitektur
Architekt
Johann Lucas von Hildebrandt
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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