KlosterKärnten

Stift Eberndorf

Denkmalgeschütztes Objekt in Eberndorf (61533)

Das ehemalige Augustiner-Chorherren-Stift Eberndorf thront auf einer sanften Anhöhe in der Marktgemeinde Eberndorf in Kärnten. Die unregelmäßig gruppierte Bauanlage mit ihren Hauptfronten nach Westen und Süden wirkt durch die erhöhte Lage besonders monumental. Während die Ostseite von landwirtschaftlichen Gebäuden geprägt ist, grenzt im Norden ein Waldgebiet an die weniger repräsentative Nordfassade. Die Geschichte des Stiftes reicht bis um 1100 zurück, als der Friulaner Graf Chazilo und seine Gattin eine Marienkirche und Besitzungen für ein Kloster stifteten. Nach mehreren Besitzwechseln und Zerstörungen durch Kriege und Brände erhielt das Stift unter Propst Leonhard von Keutschach seinen Wiederaufbau. 1604 wurde es aufgelöst und den Jesuiten unterstellt, bevor es 1809 an die Benediktiner von St. Paul im Lavanttal überging. Heute beherbergt es das Gemeindeamt und den Kindergarten. Architektonisch beeindruckt die barocke Stiftsanlage mit einem annähernd quadratischen Hof, umgeben von vier Trakten. Der Torbau mit seinem gesprengten Giebel und dem Christusmonogramm stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die ehemalige Stiftskirche Maria Himmelfahrt zeigt romanische und spätgotische Elemente, darunter eine dreischiffige Krypta und ein spätgotisches Westportal. Im Inneren beeindrucken der Rokoko-Hochaltar mit einer spätgotischen Madonna sowie gotische Fresken und eine schlichte barocke Kanzel.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Eberndorf
Adresse
Kirchplatz 1
Erbaut
1101
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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