KircheRheinland-PfalzLandkreis Alzey-Worms

St. Peter

Kirchenruine in Gau-Odernheim im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz

Die Ruine der St.-Peter-Kirche liegt auf dem Petersberg, einem Hügel zwischen Bechtolsheim und Gau-Odernheim in Rheinhessen. Die Basilika aus dem 10. Jahrhundert war ursprünglich dreischiffig und hatte eine Krypta aus dem 12. Jahrhundert. Die Anlage war ursprünglich dem Apostel Petrus geweiht und wurde später von einem Prämonstratenserinnenkloster verwaltet. Die Kirche wurde im Zuge der Reformation 1566 aufgelöst und als Steinbruch genutzt. Im Zweiten Weltkrieg war die Ruine eine Fliegerbeobachtungsstelle. Die Kirche war ein bedeutendes religiöses Zentrum, das bis in die Bittwoche 1832 Predigten und Bittprozessionen für Katholiken aus Bechtolsheim und Odernheim anbietet. Die Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichten die Erforschung der Baugeschichte und führten zur Entdeckung von Fundamenten, Keramik und romanischen Halbsäulen-Basen. Die Steine wurden in der evangelischen Kirche in Dolgesheim und auf dem Friedhof aufbewahrt, bis sie 2014 an die Landesdenkmalpflege übergeben wurden. Die Ruine bietet einen Blick auf die umliegenden Dörfer und den Petersberg. Auf dem Gipfel der Anlage steht ein steinernes Flurkreuz, das 1772 errichtet wurde und 1792 während der französischen Besetzung zerstört wurde. Die Sage der drei Schwestern erklärt die Lage der Kirchen auf Anhöhen, wobei die Kirche auf dem Petersberg im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Die Ruine ist Teil des Kulturdenkmals der Gemeinde Gau-Odernheim.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude
Ort
Gau-Odernheim
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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