SchlösserTirol

Schloss Itter

Burg in Österreich

Schloss Itter ist ein neugotisch geprägter Bau aus dem 19. Jahrhundert, der auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg im Dorf Itter im Brixental steht. Das Tal bildet den Übergang zwischen Nordtirol und dem Salzburger Land, wo einst die Regensburger Bischöfe eine Grenzfestung errichten ließen. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert aus dem Jahr 1241, doch ihre genaue Entstehungszeit bleibt unklar. Die historische Bedeutung des Schlosses liegt in der Schlacht vom 5. Mai 1945, als US-Soldaten gemeinsam mit einer kleinen Einheit der Wehrmacht unter Major Josef Gangl eine SS-Truppe abwehrten, die die dort gefangenen Prominenten befreien wollte. Unter den Internierten befanden sich französische Spitzenpolitiker wie der ehemalige Präsident Albert Lebrun und Premierminister Édouard Daladier sowie der Tennisstar Jean Borotra. Die Anlage diente zuvor als Außenlager des KZ Dachau und beherbergte hochrangige Sonderhäftlinge. Heute sind von der ursprünglichen Burg noch zwei Bergfriede und ein Verbindungsflügel erhalten, während das Schloss selbst unter Denkmalschutz steht. Die umliegenden Gebäude zeigen Spuren der schweren Kämpfe aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter Artillerietreffer. Der Ort bleibt eine stille Erinnerung an die ungewöhnliche Allianz zwischen ehemaligen Gegnern, die hier gemeinsam gegen die SS kämpften.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg, Schloss
Ort
Itter
Adresse
Schlossweg 1
Erbaut
1241
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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