Sehenswürdig · Graun im Vinschgau

Reschenpass

Reschenpass

Bild: Alexander Migl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Der Reschenpass ist ein Gebirgspass in den Alpen, der den Alpenhauptkamm überquert und die Ötztaler Alpen im Osten von der Sesvennagruppe im Westen trennt. Er verbindet den Vinschgau in Südtirol mit dem Oberen Gericht in Tirol und verläuft vollständig auf italienischem Staatsgebiet. Die Passhöhe liegt auf 1507 Metern Höhe nördlich des Reschensees, während die Grenze zwischen Italien und Österreich etwa zwei Kilometer nördlich verläuft. An der Staatsgrenze befinden sich zwei Hinweistafeln mit der irreführenden Höhenangabe von 1455 Metern, die sich auf den Grenzübergang bezieht.

Der Pass hat eine lange Geschichte als wichtige Nord-Süd-Verbindung über die Alpen. Schon in keltischer Zeit diente er als Saumpfad, später wurde er Teil der Römerstraße Via Claudia Augusta. Im Mittelalter zählte er neben den Bündner Pässen zu den wichtigsten Alpenübergängen. Heute ist der Reschenpass vor allem durch den Reschensee bekannt, der 1950 durch die Stauung des Sees entstand und die Dörfer Graun und Teile von Reschen überflutete. Einzig der Kirchturm von Graun ragt noch aus dem Wasser und dient als Fotomotiv.

Auf dem Pass erlebt man eine Mischung aus Natur und Geschichte. Die Straße über den Pass ist zweispurig und wird von beiden Seiten als wichtige regionale Verbindung genutzt. Zudem führt die Radroute 2 „Vinschgau–Bozen“ über den Reschen, die Teil des Etsch-Radwegs und der Via Claudia Augusta ist. Die Landschaft bietet alpine Weite mit dem markanten Kirchturm im See und den sichtbaren Überresten des Vallo Alpino, eines Systems von Befestigungsanlagen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Quellen (1)

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