Rauchenkatsch
abgegangene Burg in Kärnten
Die ehemalige Felsenburg Rauchenkatsch stand im Kärntner Katschtal auf einem steilen Felsen über der Lieser, etwa 1.050 Meter über dem Meeresspiegel. Sie lag im Gemeindegebiet von Krems, nördlich der Ortschaft Kremsbrücke, wo das enge Liesertal in das breitere Katschtal übergeht. Die Burg sicherte einst den Handelsweg über den Katschberg und war zeitweise Sitz eines Salzburger Landgerichts. Die Burg entstand vermutlich im Mittelalter und wurde 1197 erstmals urkundlich als castrum chaetze erwähnt. Nach einem Erdbeben 1201 wiederaufgebaut, trug sie ab 1241 den Namen Rauchenkatsch, abgeleitet von „rauhe“ im Sinne von „fest und unbezwingbar“. Ministeriale des Erzbistums Salzburg verwalteten die Burg, deren Mauern bis zur Straße reichten und den Verkehr kontrollieren konnten. Im 15. Jahrhundert verfügte sie über einen Burgfried und niedere Gerichtsbarkeit, während die Blutgerichtsbarkeit bei Gmünd lag. Heute sind von der Burg nur noch Reste übrig, die 1967 bei Straßenbauarbeiten nach einem Erdrutsch endgültig zerstört wurden. Die Ruine markierte einst ein bedeutendes Stück mittelalterlicher Geschichte in der Region, doch ihre Spuren sind heute fast vollständig verschwunden.
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- Art
- Burgruine
- Ort
- Krems in Kärnten
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