OberösterreichBezirk Linz

Prunerstift

Das Prunerstift ist eine Stiftung des Linzer Bürgermeisters Johann Adam Pruner (1672 - 1734), aus deren Erträgen über 180 Jahre lang für bedürftige Erwachsene und Waisen gesorgt wurde.

Das Prunerstift in Linz entstand aus einer Stiftung des Bürgermeisters Johann Adam Pruner, der 1730 sein Testament errichtete. Anstelle des abgerissenen Schlosses Egereck entstand 1737 das heutige Gebäude an der Ecke Fabrikstraße 10 / Prunerstraße 1. Es diente über 180 Jahre lang der Versorgung bedürftiger Erwachsener und Waisen, bevor es später als Musikschule und altkatholische Kirche genutzt wurde. Die Stiftung unterstützte 27 Waisenknaben, 27 arme Männer und 27 arme Frauen, dazu einen Benefiziaten für Gottesdienste. Das Stiftungskapital sicherte über Jahrhunderte die Existenz, bis es 1922 durch die Inflation verloren ging. Nach den Reformen Kaiser Josephs II. wurde die Armenfürsorge umgestellt, doch das Gebäude blieb als Krankenhaus und später als Irrenanstalt in Betrieb. Erst 1867 entstand die Landesirrenanstalt Niedernhart, während das Prunerstift selbst als Miethaus diente. Heute beherbergt das Gebäude die altkatholische Kirche, seit 1919 genutzt, und die Musikschule der Stadt Linz seit 1979. Die Innenhöfe mit ihren früheren Brunnen und die Seitentrakte mit Einzelzimmern zeugen noch von der ursprünglichen Stiftungsarchitektur. Die Kirche wurde nach staatlicher Anerkennung 1909 zur eigenständigen Gemeinde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude, Armenhaus
Ort
Linz
Adresse
Fabrikstraße 10
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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