Nordrhein-WestfalenRegierungsbezirk Köln

Poller Köpfe

archäologische Stätte in Deutschland

Die Poller Köpfe sind eine historische Uferbefestigungsanlage auf der rechtsrheinischen Seite von Köln. Sie wurden im 15. Jahrhundert errichtet, um den Rhein an seinem Flussbett zu halten und die Stadt vor möglichen Durchbrüchen zu schützen. Die Anlage umfasste drei schwere Befestigungen, die aus Eichenstämmen, Weidenpflanzungen und Basaltbrocken bestanden. Sie lagen auf den Poller Wiesen, die ursprünglich Eigentum des Erzbischofs waren. Die Befestigungen wurden im Jahr 1560 begonnen und über 250 Jahre lang fortgeführt. Der nördliche Kopf war 1.500 Meter lang und ragte bis zu 3,5 Meter über den Wasserspiegel. Die Anlage war Teil eines umfassenden Projekts, das die Gefahr eines östlichen Durchbruchs des Rheins verhindern sollte. 1641 wurde ein steinernes Wehr eingebaut, das die Pfähle ersetze. 2003 wurden zwei Schiffe aus dem 16. Jahrhundert, die für die Befestigung verwendet wurden, bei Baggerarbeiten entdeckt. Die Poller Köpfe umfassen eine Fläche von mehreren Hektar und sind Teil der historischen Uferlandschaft der rechten Rheinseite. Sie sind von Weiden, Buhnen und Bäumen umgeben, die den Flusslauf regulieren. Die Anlage ist ein Teil der Poller Wiesen, die 2005 unter Bodendenkmalschutz gestellt wurden. Die Befestigungen sind heute ein Zeugnis der frühen Flussregulierung und der städtischen Versuche, den Rhein zu kontrollieren.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Köln
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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