Ouessant
Ouessant ist eine kleine, etwa 16 km² große Atlantikinsel, die knapp 20 km westlich der Bretagne liegt. Sie gehört zum Département Finistère und ist die westlichste Siedlung Frankreichs. Die Insel besteht aus Granitgestein und erreicht eine Höhe von 61 Metern. Sie liegt im Osten der Keltischen See und markiert den westlichen Abschluss des Ärmelkanals. Die Form der Insel erinnert entfernt an eine Krabbe. Die Insel ist bekannt für ihre maritime Bedeutung und ihre Rolle als Landmarke im Ärmelkanal. Der Leuchtturm Phare du Créac’h ist für Seefahrer ein wichtiges Orientierungsmerkmal. Die Insel hat eine Fährverbindung nach Brest und Molène sowie einen Flugplatz. Die Wirtschaft lebt heute hauptsächlich vom Tourismus und Dienstleistungsgewerbe. Die Bevölkerung besteht aus etwa 900 Einwohnern, die in mehreren Weilern leben. Die Insel ist landschaftlich reizvoll, aber ohne bedeutende Badestrände oder Sehenswürdigkeiten. Ouessant hat eine reiche Geschichte, die bis in die Vorzeit zurückreicht. Auf der Insel wurden Megalithanlagen und Spuren einer keltischen Kultur gefunden. Die Insel war auch im Zweiten Weltkrieg von Bedeutung, als sie Teil des Atlantikwalls war. Die Bewohner praktizierten ein Ritual zur Abschiednahme von verschollenen Seeleuten, das bis 1962 andauerte. Die Insel ist auch in der Literatur und Kunst ein Motiv, beispielsweise in Werken von Charles Tournemire und Jean Epstein.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
- Einwohner
- 860
- Fläche
- 15,58 km²
- Seehöhe
- 31 m
- Bezirk
- Finistère
- Website
- https://www.ouessant.fr/
In der Nähe
- Kanton Ouessant615 m
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