Sehenswürdig · Muttersholtz

Muttersholtz

französische Gemeinde

Muttersholtz

Bild: Bernard Chenal · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Muttersholtz liegt an der Ill, fünf Kilometer östlich von Schlettstadt. Hier mündet das Flüsschen Blind in die Ill. Zum Gemeindegebiet gehören auch die Dörfer Ehnwihr und Nieder-Rathsamhausen. Der Ort ist Teil des Départements Bas-Rhin und der Region Grand Est. Die Gemeinde ist bekannt für ihre landschaftliche Lage am Fluss und die enge Verbindung zu benachbarten Dörfern.

Die älteste erhaltene Erwähnung von Müttersholtz stammt von 817, als es in einer Urkunde des Kaisers Ludwigs des Frommen genannt wird. Der Ort gehörte zur Herrschaft Lichtenberg und war im Zuge der Reunionspolitik Frankreichs unter Ludwig XIV. unter französischen Oberhoheit. Müttersholtz war während der Französischen Revolution französisch und hatte etwa 500 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurden die verbliebenen jüdischen Einwohner deportiert, und 2019 wurden Stolpersteine für jüdische Opfer verlegt.

Muttersholtz ist bekannt für die Kirche Saint-Urbain und die protestantische Kirche. Zahlreiche Fachwerkhäuser mit Storchennestern prägen das Stadtbild. Die Gemeinde hat eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Reiskirchen. Persönlichkeiten wie Johann Ludwig Adam und Henri Welschinger sind mit dem Ort verbunden. Zudem ist Muttersholtz einer der letzten Orte, an denen der Kelsch, ein traditioneller Leinenstoff, gewebt wird.

Quellen (2)
Seehöhe
162 m

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