Mohosvár
Ruine in Ungarn
Auf einem steil aus der Niederung ragenden Hügel bei Kelemér im Norden Ungarns liegen die Reste einer mittelalterlichen Steinburg. Sie wurde von der Familie Gutkeled errichtet und thront über den Feuchtgebieten Kis-Mohos und Nagymohos. Ein Dokument von 1397 nennt sie bereits als Ruine, später diente sie den Hussiten als Stützpunkt. Die Burg liegt etwa 55 Kilometer von Miskolc entfernt im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén. Sie bewachte den alten Handelsweg, der das Sajó-Tal mit dem Tal des Szuha-Bachs verband. Ihre ovale Kernanlage ist von einem sechs Meter tiefen Graben umgeben, der außen von einem Wall gesäumt wird. Im Inneren ragte einst ein runder Turm mit neun Metern Durchmesser und drei Meter dicken Mauern auf, von dem noch Reste stehen. Archäologen des Herman Ottó Museums in Miskolc untersuchten die Anlage zwischen 2000 und 2006. Sie fanden Spuren eines weiteren viereckigen Turms mit fast zwei Meter dicken Mauern und einem Innenraum von 3,8 mal 4,5 Metern. Die Burg bietet heute einen weiten Blick über die umliegenden Moore und Täler. Ein gerader, 120 Meter langer Terrasse führt an der Nordwestseite entlang und endet über steilem Abhang.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Ruine, Wallburg
- Ort
- Kelemér
In der Nähe
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