Sehenswürdig · Naantali

Merimasku

ehemalige Gemeinde in Finnland

Merimasku

Bild: Jaakko.kulta · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Merimasku liegt im Schärenmeer vor der Küste Südwestfinnlands auf der Insel Otava. Die Gemeinde umfasste den Nordteil der Insel sowie 93 kleinere Schären, darunter sechs ganzjährig bewohnte. Das Kirchdorf mit der 1726 errichteten Holzkirche befindet sich an der Nordspitze Otavas und ist über den schmalen Kirkonsalmi-Sund vom Festland getrennt. Zwei Brücken verbinden Merimasku mit dem Festland, darunter die 2002 fertiggestellte Brücke über den Kirkonsalmi nach Askainen.

Merimasku war ursprünglich eine Kapellengemeinde des Kirchspiels Masku und erhielt ihren Namen von diesem. 1577 wurde die Gemeinde Naantali unterstellt, und 1865 entstand die politische Gemeinde im Zuge der Trennung von Kirchen- und Landverwaltung. Die Einwohnerzahl sank bis in die 1970er Jahre, erreichte 1975 ihren Tiefpunkt, stieg aber danach stark an. Die Gemeinde war rein finnischsprachig und wurde 2009 in die Stadt Naantali eingemeindet.

Merimasku ist bekannt für seine Holzkirche aus dem 18. Jahrhundert und die Lage an der Nordspitze Otavas. Die Gemeinde war Teil der Inselgemeinden und hatte eine starke Verbindung zum Festland durch Brücken und den Sund. Die Einwohner lebten traditionell vom Fischfang und der Landwirtschaft, wobei die Bevölkerungszahl nach dem Zweiten Weltkrieg stark sank. Die Eingemeindung in Naantali veränderte den Charakter der Gemeinde und verknüpfte sie stärker mit der Stadt.

Quellen (2)

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