Lagrimone

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Emilia-Romagna

Lagrimone

Lagrimone ist ein kleiner Ortsteil von Tizzano Val Parma in der Provinz Parma, Emilia-Romagna. Das Dorf liegt auf 713 Metern Höhe an den südlichen Hängen des Monte Fuso, nur wenige Schritte von Moragnano entfernt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der nahen Burg Belvedere verbunden, die im 15. Jahrhundert von Ottobuono de’ Terzi erbaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter durch die Pallavicino, Visconti und Sforza. Ein markantes Ereignis war 1509 die Brandstiftung an der Torre dei Cadonici, bei der neun Verteidiger ums Leben kamen. Später wurde der Ort Teil der Besitzungen der Familie Rossi und schließlich 1666 der herzoglichen Kammer von Parma. Während des Zweiten Weltkriegs war die Gegend Schauplatz der Operation Wallenstein, bei der nazi-faschistische Truppen Partisanen jagten. Heute prägen vor allem salumifici, also Betriebe zur Reifung des Parmigiano-Reggiano, das Bild des Ortes. Die Kirche Santa Giuliana, ursprünglich ein Stall, wurde erst in den 1970er Jahren zur Kapelle umgebaut und zeigt eine schlichte Fassade aus Stein mit einem hölzernen Dachstuhl. Das Kloster Santa Chiara, 1969 von Klarissen gegründet, liegt versteckt in einem Kastanienhain und beherbergt ein Kreuz aus Holz. Die mittelalterliche Torre dei Cadonici, nach ihrer Zerstörung wiederaufgebaut, besticht durch eine restaurierte Fassade mit einer markanten Portalfassade und einer bifora im Obergeschoss.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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