Bild: Rene Seeman · CC BY-SA 3.0 ee · Wikimedia Commons
Kullamaa
ehemalige Gemeinde in Estland
Kullamaa vald liegt im Westen Estlands, im Kreis Lääne. Der Ort war einst ein eigenständiges Landgemeindegebiet, das 2017 in die größere Gemeinde Lääne-Nigula eingegliedert wurde. Die Region umfasst eine Fläche von 224,57 km² und umgibt den Fluss Liivi. Zu den Nachbarorten gehören Dörfer wie Jõgisoo, Kalju und Koluvere. Die Landschaft ist geprägt von flachen Ebenen und kleineren Flüssen, die das Gebiet durchziehen. Kullamaa war seit dem 13. Jahrhundert ein zentrales Zentrum des gleichnamigen Kirchspiels. Der Ort war über Jahrhunderte ein kulturelles und spirituelles Zentrum, das von Pastoren wie Heinrich Göseken und Heinrich Gutsleff geprägt wurde. Die Kirche und das Pastorat spielten eine wichtige Rolle in der estnischen Kulturgeschichte. Zudem war Kullamaa der letzte Wohnort der württembergischen Prinzessin Auguste Caroline, die im Jahr 1788 unter ungeklärten Umständen starb. Der Ort ist bekannt für seine historischen Bauwerke, darunter die Burg von Koluvere, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde und einst ein Sitz der Bischöfe von Ösel-Wiek war. Auf dem Friedhof von Kullamaa befindet sich das Grab des Komponisten Rudolf Tobias, dessen sterbliche Überreste 1992 aus Deutschland überführt wurden. Die Region um Kullamaa ist auch für ihre traditionellen Feste und kulturellen Bräuche bekannt, die die lokale Geschichte und Identität widerspiegeln.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- ehemalige Gemeinde in Estland
- Ort
- Kreis Lääne
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