Sehenswürdig · Kučiće
Kučiće
Siedlung in Kroatien
Kučiće liegt in der Gespanschaft Split-Dalmatien, etwa 37 Kilometer östlich von Split entfernt, auf einem kleinen Plateau über dem Südufer der Cetina. Das Dorf ist Teil der Gemeinde Omiš und von Wäldern mit Eichen, Hainbuchen und Kiefern sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Steinzeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Im Zentrum wurden Überreste römischer Gebäude aus dem 3. und 4. Jahrhundert entdeckt. Der Name Kučiće leitet sich vermutlich von einem alten Begriff für eine einsame, tief im Boden verankerte Felsformation ab. Im 14. Jahrhundert wurde der Ort erstmals urkundlich als „Cuchani“ erwähnt. Die Gegend wechselte mehrfach zwischen osmanischer, venezianischer und österreichischer Herrschaft, bis sie schließlich 1684 dauerhaft befreit wurde.
Vor Ort prägen historische Sakralbauten das Bild: Die alte Pfarrkirche St. Lukas stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde später barock erweitert. Die neue Pfarrkirche zum Heiligsten Blut Christi entstand zwischen 1964 und 1970 und beeindruckt mit einem 20 Meter hohen Glockenturm. Hinzu kommen kleinere Kapellen wie die Lourdes-Kapelle und zwei Votivkapellen aus dem 20. Jahrhundert. Im Westen des Dorfes finden sich die Ruinen der mittelalterlichen Festung Kunjak, die einst strategisch über der Cetina-Schlucht thronte. Kulturell wird das Jahr durch das „Dan Kučićana“-Fest im August geprägt, bei dem traditionelle Bräuche wie das Ochsenbraten im Mittelpunkt stehen.
Quellen (1)
- Kučiće (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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