Sehenswürdigkeiten · Kisigmánd

Kisigmánd

Gemeinde in Ungarn

Kisigmánd
Civertan CC BY-SA 4.0

Kisigmánd liegt im Komitat Komárom-Esztergom im Nordwesten Ungarns, nahe der slowakischen Grenze. Das Dorf befindet sich etwa elf Kilometer südlich von Komárom und ist über die Autobahn M1 erreichbar, deren Trasse hier mit der Gemeindegrenze übereinstimmt. Über die Ausfahrt an der 13-as főút gelangt man nach zwei Kilometern auf einer Nebenstraße zum Ort, dessen Hauptstraße die 81 136-os számú mellékút bildet. Die nächste Bahnstation ist Nagyigmánd-Bábolna, vier Kilometer entfernt an der Strecke Székesfehérvár–Komárom.

Historisch geprägt ist der Ort durch seine über 500-jährige Geschichte, die sich in archäologischen Funden und Bauwerken widerspiegelt. Aus römischer Zeit stammen bearbeitete Steine, die später als Grabplatten oder Denkmäler wiederverwendet wurden. Im 13. Jahrhundert gehörte das Dorf dem Adelsgeschlecht Igmánd, später wechselten die Besitzer zwischen Familien wie Héderváry und Rozgonyi. Nach der Zerstörung durch die Türken im 16. Jahrhundert wurde es neu besiedelt, vor allem mit Reformierten. Ein spätbarockes Kirchengebäude aus dem Jahr 1796 und der 1914 errichtete Turm prägen das Ortsbild. Ein Relikt aus napoleonischer Zeit ist der „Franciasánc“, ein Erdwall, der an die Kämpfe von 1809 erinnert.

Heute ist Kisigmánd ein ländlich geprägter Ort mit moderner Infrastruktur. Sportler finden auf einem 1948 erbauten und mehrfach erneuerten Fußballplatz mit Umkleiden und Fitnessraum Trainingsmöglichkeiten. Das Gemeinschaftshaus beherbergt eine Bibliothek und einen Jugendclub. Wirtschaftlich dominiert die Landwirtschaft, wobei ein metallverarbeitendes Unternehmen und ein Schweinezuchtbetrieb zu den wichtigsten Arbeitgebern zählen. Die Umgebung lädt zu Spaziergängen ein, etwa zum Ghyczy-kastély in Újpuszta, dessen Hauptgebäude aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Quellen (1)

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