Sehenswürdig · Keléd
Keléd
Gemeinde in Ungarn
Keléd ist ein kleines Dorf im Komitat Vas im Westen Ungarns. Es liegt südwestlich von Jánosháza und wird von zwei Hauptstraßen gerahmt: Die Nummer 8 verläuft nördlich, die Nummer 84 westlich des Ortes. Durch das Zentrum führt die Landstraße 7331, die von Keszthely über Kisgörbő und Óhíd bis nach Jánosháza reicht.
Der Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Sein Name stammt von einem alten ungarischen Personennamen, und archäologische Funde bestätigen seine Gründung in der Árpád-Ära. Im 15. Jahrhundert wird Keléd erstmals in schriftlichen Quellen erwähnt, als ein Adliger aus der Region Kelédy dort Besitz hatte. Nach der Zerstörung im 16. Jahrhundert wurde das Dorf im 18. Jahrhundert wieder besiedelt. Prägend für die Entwicklung war das Szent-Ivány-Gutshaus, das Ende des 18. Jahrhunderts von der Familie Horváth aus Szentgyörgy errichtet wurde und später zu einem wirtschaftlichen Zentrum mit Branntweinbrennerei, Sägewerk und Fischzucht wurde.
Heute steht das ehemalige Gutshaus unter Denkmalschutz und beherbergt unter anderem das Rathaus und Büros. Im Park des Anwesens finden sich alte Bäume wie Fichten, Platanen und eine Rosskastanie. Die Umgebung des Dorfes zeigt noch Spuren der mittelalterlichen Kirche und des dazugehörigen Friedhofs, die auf einer Karte aus den 1780er Jahren als Ruinen verzeichnet sind. Keléd ist ein ruhiger Ort, der durch seine historische Bausubstanz und die ländliche Atmosphäre besticht.
Quellen (1)
- Keléd (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
- Website
- http://keled.hu/
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