Sehenswürdig · Jettingen

Jettingen

französische Gemeinde im Elsass

Jettingen

Bild: Rauenstein · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Jettingen liegt im Sundgau, etwa zwölf Kilometer östlich von Altkirch und 25 Kilometer südlich von Mülhausen. Der Ort befindet sich im Talraum des Thalbaches und ist Teil des lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügellands. Die Gemeinde grenzt an Zaessingue im Norden, Helfrantzkirch im Osten, Berentzwiller im Süden, Steinsoultz im Südwesten und Franken im Westen. Die Départementsstraße D419 verläuft durch das Gemeindegebiet.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Jettingen 1134 unter dem Namen Uettingen. Der Ortsname deutet auf eine alemannische Entstehung hin. Das Dorf gehörte bis 1324 zur Grafschaft Pfirt und kam durch die Heirat von Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich zum Habsburgerreich. Im Zweiten Weltkrieg war der Bürgermeister Eugène Bauman als Fluchthelfer für Menschen, die dem Zwangsarbeitsdienst entflohen oder der Résistance beitrat, tätig.

Jettingen ist bekannt für die Herz-Jesu-Kirche, ein Bauwerk des Historismus mit eigenwilliger Neuromanik. Architekt war Jean-Baptiste Schacre, die Kirche wurde 1874–77 erbaut. Im Inneren befindet sich ein spätmittelalterlicher Sakramentsschrein aus der alten Kirche, deren Chor heute als Friedhofskapelle dient. Gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert prägen das Stadtbild, darunter das Haus Nr. 10 an der rue de Franken und das Haus Nr. 1 an der Rue de Berentzwiller.

Quellen (2)
Seehöhe
338 m

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