Sehenswürdig · Jebsheim

Jebsheim

französische Gemeinde im Elsass

Jebsheim

Bild: Rauenstein · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Jebsheim liegt in der Oberrheinebene, etwa zwölf Kilometer nordöstlich von Colmar. Der Ort ist von der elsässischen Landschaft geprägt und grenzt an den Rhein, der nur sechs Kilometer entfernt verläuft. Die Gemeinde gehört zum Département Haut-Rhin und ist Teil der Region Grand Est. Die Bewohner nennen sich in der Amtssprache Jebsheimois oder Jebsheimoises, in der elsässischen Regionalsprache Jebsemer.

Jebsheim wurde erstmals 861 erwähnt und war im Mittelalter ein Zentrum der Reformation unter den Herzögen von Württemberg. Im Dreißigjährigen Krieg litt der Ort stark. Die Familie Berckheim hatte hier ihren Stammsitz und teilte sich in drei Linien. Die Familie spielte eine bedeutende Rolle in der Region und hinterließ Spuren in der Kirche und Grabdenkmälern. Bekannt wurde Jebsheim auch durch die letzten Kämpfe im Zweiten Weltkrieg, die sich um das Mühlenkreuz in der Nähe entwickelten.

Jebsheim ist bekannt für die evangelische Kirche Saint-Martin, die aus romanischer Zeit stammt und in mehreren Bauphasen entstanden ist. Die Glasmalerei des 15. Jahrhunderts und archäologische Funde erinnern an die Herrschaft der Familie Berckheim. Die Gemeinde feiert traditionell am Septembersonntag mit dem „ronde-des-fetes“, bei dem das Landleben und die Kuh im Mittelpunkt stehen. Zudem gibt es eine Straße, die auf einen Baron aus dem Adelsgeschlecht Berckheim zurückgeht.

Quellen (2)
Seehöhe
186 m

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