SehenswürdigkeitBezirk Q985

Herrgottskirche

Kirchengebäude und Museum in Creglingen, Baden-Württemberg, Detschland

Die Herrgottskirche in Creglingen, Baden-Württemberg, ist eine ehemalige Wallfahrtskapelle am Taubertalradweg. Ohne Turm, aber mit einem kleinen Dachreiter und einem achteckigen Treppenturm, besticht sie durch ihre gotische Architektur. Drei reich verzierte Portale mit Figuren und Wimpergen führen ins Innere, wo ein einzigartiges Marienretabel von Tilman Riemenschneider auf den Besucher wartet. Die Kirche wurde 1389 gestiftet, nachdem ein Bauer eine Hostie gefunden haben soll, und entwickelte sich von einer Wallfahrtsstätte zu einer evangelischen Gemeindekapelle. Besonders sehenswert ist das 9,20 Meter hohe und 3,68 Meter breite Marienretabel, das als Hauptwerk Riemenschneiders gilt. Jährlich am 25. August fällt das Licht durch die Westrosette so auf den Altar, dass die Himmelfahrt Mariens sichtbar wird. Die Kirche beherbergt zudem weitere bedeutende Altaraufsätze aus dem 15. Jahrhundert, darunter ein Flügelaltar mit Schnitzfiguren und farbig gefassten Büsten. Die Glasgemäldescheiben in den Chorfenstern stammen aus der Zeit um 1400 und zeigen Stifter sowie Heilige. Vor Ort beeindruckt die Kombination aus sakraler Kunst und historischer Architektur. Der Söller auf dem Treppenturm und der Balkon am Westgiebel erinnern an die einstigen Wallfahrtsbräuche. Die Grabplatten und Epitaphien im Inneren zeugen von der Nutzung als Begräbnisstätte. Die Lage am Taubertalradweg macht die Kirche auch für Radfahrer zu einem lohnenden Ziel.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Wallfahrtskirche, Museum, Kirchengebäude
Ort
Creglingen
Baustil
Gotische Architektur
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Baden-Württemberg

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