Bild: Wikimedia Commons · Public domain
Gjøa
erstes Schiff, das die Nordwestpassage bewältigte; heute Museumsschiff in Oslo
Die Gjøa ist ein historisches Segelschiff, das heute im Norwegischen Maritimen Museum auf der Museumsinsel Bygdøy in Oslo ausgestellt ist. Ursprünglich als Frachtsegler im 19. Jahrhundert gebaut, diente es später als Seehundfänger und wurde schließlich von Roald Amundsen für seine bahnbrechende Nordwestpassage-Expedition genutzt. Die Bedeutung der Gjøa liegt in ihrer Rolle als erstes Schiff, das die Nordwestpassage von Ost nach West durchquerte. Amundsen und seine sechsköpfige Crew benötigten dafür über drei Jahre, von 1903 bis 1906, und überwinterten mehrfach in der Arktis. Während der Expedition führte die Mannschaft wissenschaftliche Messungen durch und sammelte wertvolle Erkenntnisse über die Inuit-Kultur und die Geografie der kanadischen Küste. Vor Ort kann man das restaurierte Schiff im eigens errichteten Gebäude des Fram-Museums besichtigen. Neben der Gjøa sind dort auch eine Nordpolkarte und ausgestopfte Eisbären zu sehen. Das Schiff selbst wurde 2017 in seinem ursprünglichen Zustand während der Nordwestpassage-Expedition präsentiert, wobei das Hardanger Fartøyvernsenter die Restaurierung übernahm.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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