📷 Bild: Wikimedia Commons
Frankfurter Engel
„Mahnmal Homosexuellenverfolgung“ in Frankfurt am Main
Der Frankfurter Engel ist ein Mahnmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus und steht auf dem Klaus-Mann-Platz in Frankfurt am Main. Es wurde 1994 errichtet und ist das erste vollplastische Denkmal in Deutschland, das die Verfolgung Homosexueller durch die Nazis thematisiert. Die Skulptur basiert auf einem Wachsabguss eines Engels aus dem 19. Jahrhundert, der durch Rosemarie Trockel modifiziert wurde. Der Engel trägt eine Narbe, die als Symbol für die Verfolgung steht. Das Mahnmal wurde von der Initiative Mahnmal Homosexuellenverfolgung e. V. initiiert und finanziert. Die Initiative sammelte über 240.000 DM durch Spenden, nachdem die Hessische Kulturstiftung und andere Stiftungen jeweils 105.000 und 10.000 DM zur Verfügung stellten. Die Skulptur wurde in der Glockengießerei Rincker gegossen und am 29. November 1993 fertiggestellt. Die Installation erfolgte am 24. November 1994, und die Übergabe fand am 11. Dezember 1994 statt. Der Platz um das Mahnmal ist ein Zentrum der homosexuellen Kultur in Frankfurt. Er wird von vier Sitzbänken und Buchsbaumhecken umgeben, die Ruhe und Intimität schaffen. Der Platz wurde 1995 zum Klaus-Mann-Platz umbenannt und ist ein Treffpunkt für die schwul-lesbische Szene. Der Frankfurter Engel ist auch Teil der Prozession des ökumenischen Eröffnungsgottesdienstes zum Frankfurter CSD.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Skulptur, Mahnmal, LGBT-Denkmal oder Mahnmal, Holocaust-Denkmal
- Ort
- Frankfurt am Main
- Erbaut
- 1994
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