📷 Bild: Wikimedia Commons
Römerlager Kneblinghausen
Römisches Kastell in der Germania magna
Das Römerlager Kneblinghausen liegt südlich des Ortsteils Kneblinghausen in der Stadt Rüthen im Kreis Soest. Es befindet sich auf einem Bergsporn zwischen den Flüssen Alme und Möhne, mit einer Höhe von bis zu 410 m NHN. Die Lage ermöglichte eine gute Überwachung des alten Wegpasses und eine weitreichende Sicht in Richtung Teutoburger Wald und Eggegebirge. Die Anlage ist heute im Wald knapp einen Kilometer südlich von Kneblinghausen und vier Kilometer östlich von Rüthen zu finden. Die Anlage wurde erstmals im 19. Jahrhundert bemerkt und von Anton Hartmann zwischen 1901 und 1907 erforscht. Später setzten August Stieren und Eberhard Henneböle die Untersuchungen fort, wobei die jüngsten Methoden 2020 geophysikalische Techniken einsetzten. Die Anlage besteht aus mehreren Phasen, darunter zwei Hauptkastelle, die unterschiedliche Größen und Baumaßnahmen aufweisen. Die Tore waren mit Sicherungsmaßnahmen versehen, die auf römische Verteidigungsstrategien hinweisen. Die Anlage umfasst verschiedene Räume und Wege, die durch Graben und Mauern abgegrenzt sind. Die Ausblicke reichen bis zum Teutoburger Wald und Eggegebirge, während die Umgebung von Wald und landwirtschaftlich genutztem Gelände geprägt ist. Die Anlage ist als Bodendenkmal unter Schutz gestellt, und weitere Forschungen sind aufgrund der Schutzbestimmungen genehmigungspflichtig.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Rüthen
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal
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