SehenswürdigkeitNiederösterreich

Burg Falkenstein

Burgruine in Niederösterreich

Die Burgruine Falkenstein thront auf einer 415 Meter hohen Kalkklippe im nördlichen Weinviertel bei der Marktgemeinde Falkenstein in Niederösterreich. Die strategische Position der Höhenburg ermöglicht einen weiten Blick über das Land, sodass fast jeder Punkt Südmährens von hier aus sichtbar ist. Erbaut vermutlich um 1050 auf einer Klippe der Waschbergzone, diente sie zunächst als Reichsfeste und wurde später zu einem Bergschloss umgebaut. Die Geschichte der Burg ist geprägt von Besitzwechseln und bedeutenden Ereignissen. Nach ihrer Gründung als Königsgut kam sie durch Heirat an Leopold III., blieb bis 1571 landesfürstliches Lehen und wurde mehrfach verpfändet, etwa an die Liechtensteiner oder die Fünfkirchen. Ein dunkles Kapitel stellt die Inhaftierung von 150 Täufern 1539 dar, die als Galeerensklaven nach Triest verkauft werden sollten. Heute erinnert ein Museum im Gewölbe, das Täufergwölb, an dieses Ereignis, während im Burghof eine nachgebaute Galeere steht. Besucher können die Ruine erkunden und im Sommer mittelalterliche Feste oder Sommertheater im Turnierhof erleben. Archäologische Grabungen unter der Leitung des Bundesdenkmalamtes seit 1992 fördern laufend neue Erkenntnisse zutage. Die Burgruine ist seit ihrer Wiedereröffnung unter dem aktuellen Besitzer Georg Thurn-Vrints zugänglich und wird von einem Verein zur Erhaltung unterstützt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum, Ruine, historisches Gebäude
Ort
Falkenstein
Adresse
Falkenstein
Erbaut
1050
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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