📷 Bild: Wikimedia Commons
Riedwihr
französische Gemeinde
Riedwihr liegt im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est, etwa zehn Kilometer nordöstlich von Colmar am Ufer des Flusses Blind. Der Ort war bis 2016 eigenständige Gemeinde und gehörte zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé sowie zum Kanton Colmar-2. Mit der Zusammenlegung mit Holtzwihr wurde er zur Commune nouvelle Porte du Ried. Die Lage am Fluss und die Nähe zu Colmar prägen das Bild des Ortes. Riedwihr wurde erstmals 1279 als „Rietwilr“ erwähnt. Der Name deutet auf ein feuchtes, sumpfiges Gelände hin, das zwischen dem Fluss Ill und dem einst mäandrierenden Rhein lag. Der Ort war zeitweise im Besitz der Habsburger und der Herrschaft Horburg, deren Anteil 1324 württembergisch wurde. Das Dorf war bekannt für seinen Anbau von Kraut, das auch im Ortswappen abgebildet ist. Die Kirche war bis 1776 Filiale von Holtzwihr. Riedwihr ist vor allem durch seine Sankt Margaretenkirche bekannt, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Das Schiff wurde 1864–66 gebaut, der Turm entstand 1882 nach Plänen von Charles Winckler in neugotischem und neuromanischem Stil. Der Ort hatte im Zweiten Weltkrieg erhebliche Bombenschäden, weshalb die Bevölkerung sich in Bunkern schützte. Zudem unterhielt Riedwihr freundschaftliche Beziehungen zur deutschen Gemeinde Bahlingen am Kaiserstuhl.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich, Commune deleguée
- Ort
- Département Haut-Rhin
- Seehöhe
- 184 m
- Website
- http://www.riedwihr.fr/
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