📷 Bild: Wikimedia Commons
Palais Ephrussi
Denkmalgeschütztes Objekt in Innere Stadt (30703)
Das Palais Ephrussi steht am Universitätsring 14 im 1. Bezirk von Wien. Es wurde zwischen 1872 und 1873 im Neorenaissancestil von Theophil von Hansen für den Bankier Ignaz von Ephrussi erbaut. Das Gebäude liegt gegenüber dem Schottentor, einem Verkehrsknotenpunkt, und ist von der Universität Wien sowie dem ehemaligen Hauptgebäude der Creditanstalt-Bankverein umgeben. Das Palais war bis 1938 Wohnsitz der jüdischen Familie Ephrussi. Nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde es von den Nationalsozialisten als Bürohaus genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde fast das gesamte Inventar geraubt, lediglich eine Sammlung von 264 Netsuke blieb erhalten. Diese stammen von Charles Ephrussi, dem Pariser Verwandten von Viktor und Emmy Ephrussi. Die Netsuke wurden vermutlich von der Hausangestellten Anna in einer Matratze versteckt. Das Palais gehörte bis 2009 der Casinos Austria. Seit 2010 erhielt es Aufmerksamkeit durch das Buch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ von Edmund de Waal, das die Familie Ephrussi und ihr Palais beschreibt. Eine Sonderausstellung zum Thema fand 2019/2020 im Jüdischen Museum Wien statt. Das Gebäude bildete mit den Nachbargebäuden ein architektonisches Ensemble, das durch den Abriss des Gebäudes am Universitätsring 10 im Jahr 1964 beeinträchtigt wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast, Stadtpalais
- Ort
- Wien
- Adresse
- Universitätsring 14
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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