📷 Bild: Wikimedia Commons
Grotten bei Arles
archäologische Stätte in Frankreich
Die Grotten bei Arles sind eine Gruppe von Felskammergräbern in der Region Fontvieille, etwa vier Kilometer nordöstlich von Arles. Die bekannteste unter ihnen ist die Feengrotte, ein künstlicher Hügel mit einer zigarrenförmigen Vorkammer und einer trapezoidalen Hauptkammer. Sie liegt auf dem Montagne de Cordes, einem 65 m hohen Hügel, der vor 2500 v. Chr. als Felskammerbau genutzt wurde. Die Grotte ist mit sieben Decksteinen und einem Tumulus aus Erde bedeckt und wird auch „Rolands Schwert“ genannt. Die Feengrotte ist Teil einer Gruppe von Felsengräbern, die in der Umgebung von Fontvieille liegen. Sie sind meist auf natürlichen oder künstlichen Hügeln angeordnet und haben unterschiedliche Formen. Einige, wie das Hypogée du Castelet, sind mit Rampen oder Treppe zugänglich. Die Gruppe umfasst mehrere Anlagen, darunter das Hypogée de Bounias, das Hypogée de La Source und das Hypogée de Cordes, die in niedrigen Hügeln südlich der Straße liegen. In der Feengrotte wurden bisher keine Ausgrabungen durchgeführt, doch in der Grotte Arnaud-Castelet wurden über 100 menschliche Skelette sowie Artefakte wie Äxte, Pfeilspitzen und Callaïsperlen gefunden. In anderen Felskammern wurden ebenfalls Skelette, Gegenstände und Kupferperlen sowie Bergkristallanhänger entdeckt. Die Anlagen wurden bis in die Glockenbecherzeit genutzt und sind für die Region um Arles typisch. Sie sind Teil einer breiteren Kultur, die auch in Südfrankreich, Sardinien und Malta nachweisbar ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Hypogäum, Archäologische Stätte
- Ort
- Fontvieille
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