Heidenwall
nicht erhaltener Holz-Erde-Wall in Hamburg
Der Heidenwall war eine mittelalterliche Wallanlage in Hamburg und gilt als älteste Stadtbefestigung der Stadt. Er verlief als etwa 300 Meter langer Abschnittswall von einem Nebenarm der Elbe im Süden bis zur Alster im Norden. Der Wall schützte die Siedlung der älteren Hammaburg vor Angriffen durch Slawen und riegelte sie nach Osten ab. Östlich davon verlief ein Graben, der später als Abwasserkanal genutzt wurde. Der Heidenwall wurde im frühen 11. Jahrhundert errichtet und stand im Zusammenhang mit der Ausbauphase Hamburgs ab 1020. Dabei wurden unter anderem die Neuen Burg, der Dom und der Heidenwall gebaut. Der Wall soll bei Angriffen durch Slawen im Jahr 1066 und 1072 beschädigt worden sein. Er verlor seine Wehrfunktion um 1260, als die mittelalterliche Stadtmauer gebaut wurde. Teile des Walls wurden 1355 noch erhalten und um 1640 abgetragen. Der Heidenwall war bis ins 19. Jahrhundert als Grünstreifen auf Stadtkarten sichtbar. 1938 wurden Teile des Walls beim Bau des Pressehauses am Speersort freigelegt. 1962 wurde ein kreisrunder Fundament aus Findlingen entdeckt, das heute als ältestes Stadttor Hamburgs gilt. Weitere Tore sollen am Schopenstehl und Hopfensack existiert haben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Hamburg-Mitte
In der Nähe
- Hammaburg27 m
- Stadtbefestigung Hamburg36 m
- Hamburger Dom57 m
- Domstift Hamburg57 m
- Bischofsturm (Hamburg)48 m
- Dietrich-Bonhoeffer-Denkmal101 m
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