📷 Bild: Wikimedia Commons
Petersaue
Insel im Rhein
Die Petersaue ist eine große Binneninsel im Rhein, die sich in der Ingelheimer Rheinebene befindet. Sie gehört zu den Wiesbadener Stadtteilen Mainz-Amöneburg und Mainz-Kastel und erstreckt sich über 2,98 Kilometer zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Mit einer Fläche von 50 Hektar ist sie größer als die Insel Mainau im Bodensee. Die Insel entstand vor etwa 10.000 Jahren aus kalkreichen Ablagerungen aus den Alpen und wurde bis zu den Koalitionskriegen Teil des Petersstifts. Die Petersaue war in der Geschichte militärisch bedeutsam, insbesondere durch die Befestigungen der Festung Mainz, die bis 1848 ausgebaut wurden. Ein Turmfort wurde 1845 errichtet und 1921 abgetragen. Nach dem Krimkrieg verlor die Insel ihre militärische Bedeutung. Heute ist sie ein Schutzgebiet und Teil des Natura 2000-Netzwerks. Sie ist Brutplatz für Kormoran, Graureiher und Schwarzmilan und dient als Rast- und Überwinterungsort für Zugvögel. Die Petersaue ist von der Kaiserbrücke mit einer Treppe verbunden, die durch ein verschlossenes Tor gesichert ist. Vom rechten Rheinufer ist die Insel über die Kallebrücke erreichbar, die mit einem Dach geschützt ist. Die Insel wird für die Trinkwasserversorgung der Mainzer Innenstadt genutzt, wobei bis zu 800 Kubikmeter Uferfiltrat pro Stunde gefördert werden. Der stromabwärts gelegene Teil der Insel wird landwirtschaftlich genutzt, wobei in trockenen Sommern Reste von Festungsanlagen sichtbar werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Flussinsel, Insel
- Ort
- Wiesbaden
- Seehöhe
- 88 m
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