📷 Bild: Wikimedia Commons
Enknach
Die Enknach ist ein Bach im westlichen Innviertel Oberösterreichs, der nach etwa 31 Kilometern in den Inn mündet. Sie entspringt als Engelbach in einem Moorgebiet nahe der Grenze zwischen Kirchberg und Feldkirchen bei Mattighofen und fließt anfangs durch Feuchtwiesen und Moore. Nach einigen Kilometern versickert sie kurzzeitig, bevor sie sich neu sammelt und weiter nordwärts durch Pischelsdorf am Engelbach und Neukirchen an der Enknach zieht. Der Bach ist ein bedeutendes Gewässer für die Region, da er mit einem Einzugsgebiet von 142 Quadratkilometern Teile des Innviertels entwässert. Sein wichtigster Zufluss ist der Fillmannsbach, der bei Dietzing einmündet und ein größeres Einzugsgebiet als die Enknach bis dahin aufweist. Die Enknach ist bekannt für ihre artenreiche Fischfauna mit 18 nachgewiesenen Arten, darunter Äschen, Gründlinge und Biber. Ein Teil ihres Oberlaufs gehört zum Europaschutzgebiet „Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland“. Der Unterlauf der Enknach ist stark reguliert und verläuft teilweise oberhalb des Geländeniveaus. Bei Ranshofen durchfließt sie ein Naturschutzgebiet mit einem Stieleichen-Hainbuchenwald und einer Bachaue. Die Wasserqualität ist mäßig belastet, was auf intensive Viehhaltung und unzureichende Abwasserreinigung zurückzuführen ist. Auffällig ist, dass die Enknach ein Privatgewässer ist, dessen Oberlauf einer Privatperson und der Unterlauf einem Fischereiverein gehört.
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