📷 Bild: Wikimedia Commons
Augustiner-Chorherrenstift Jaroměř
gehörte zum Archidiakonat Königgrätz im Erzbistum Prag und lag im Königgrätzer Kreis im Königreich Böhmen
Das Augustiner-Chorherrenstift Jaroměř wurde 1349 von Erzbischof Ernst von Pardubitz gegründet und gehörte zum Archidiakonat Königgrätz im Erzbistum Prag. Es lag außerhalb der Stadtmauern in der Prager Vorstadt und war nach dem Stift Raudnitz das zweite Chorherrenstift Böhmens. Die Kanoniker wurden mit der Seelsorge an der Pfarrkirche St. Nikolaus beauftragt, die innerhalb der Stadtmauern stand. Das Stift war Teil der Raudnitzer Kongregation und unterhielt Gebetsverbrüderungen mit verschiedenen Klöstern. 1421 wurden die Kanoniker von den Hussiten verbrannt, da sie die Vier Prager Artikeln ablehnten. Die Stiftsgebäude wurden zerstört, und die Marienkirche wurde nicht wieder aufgebaut. Die Kirche St. Nikolaus wurde erst im 16. Jahrhundert in reduzierter Form fertiggestellt. Die Kanoniker lebten in der Stadt und betreuten die Dörfer Třebešov, Říkov und Doubravice. Sie verpflichteten sich zur täglichen Messe in der Marienkirche. Das Stift war eng mit dem Mutterkloster Raudnitz verbunden und war Teil der Augustiner-Chorherrenordnung. Die letzte Propstei wurde 1450 in Breslau beendet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Stift, Konvent, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Jaroměř
- Erbaut
- 1349
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