📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Rohr
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Rohr war ein Adelssitz der Rorer in Unterrohr, einem Ortsteil der Gemeinde Pocking im Niederbayern. Sie stand im Rottal und wurde als Bodendenkmal im Bayernatlas unter der Aktennummer D-2-7645-0207 geführt. Die Anlage umfasste mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde, die im Bereich des Adelssitzes Unterrohr lagen. Die Burg war Stammsitz der Rorer, die ab dem 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt werden. Ein Eberhardus de Rore aus dem Jahr 1134 wird genannt, was auf einen frühen Sitz in einem hölzernen Wehrbau hinweist. Im Spätmittelalter wurde der Ansitz in Stein errichtet. Die Familie besaß auch Besitztümer in der Mark Brandenburg und wurde später von den Schönburgs und Closen übernommen. Die letzte Familie, die in Rohr lebte, waren die Closen, die 1716 das Gut erhielten. Die Burg Rohr war ein stattlicher Bau mit Krüppelwalmdach und Weiher, wie auf einem Kupferstich von 1721 dargestellt. Sie wurde 1780 von Bauern erworben und abgebrochen. Die Steine wurden als Baumaterial weitergenutzt. Heute gibt es keine auffälligen Spuren des Herrensitzes mehr in Unterrohr.
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- Art
- Burg, Burgstall, Archäologische Stätte
- Ort
- Pocking
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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