Jesuitenniederlassung Speyer
Jesuitenniederlassung in Deutschland
Das Jesuitenkolleg Speyer wurde 1567 auf Initiative des Domkapitels gegründet und lag nördlich des Domes in der Kernstadt. Es war eine Niederlassung des Jesuitenordens mit Kolleg und Kirche. Die Gründung wurde 1571 offiziell bestätigt, nachdem die Stadtverwaltung zunächst Widerstand leistete. Die Jesuiten übernahmen ab 1567 die Domschule und baute sie zu einem katholischen Gymnasium aus, das bis um 1600 etwa 400 bis 500 Schüler hatte. Die Jesuitenkirche und das Kolleg wurden 1689 durch einen Stadtbrand zerstört. Nach der Rückkehr der Bewohner wurde das Kolleg 1727 als vierflügelige Anlage mit Innenhof wieder aufgebaut. Die neue Jesuitenkirche war 33 Meter lang und 14,11 Meter breit. 1773 wurde der Jesuitenorden aufgelöst, wodurch die Gebäude an das Domkapitel übergingen. Das Gymnasium blieb erhalten und wurde später von verschiedenen Ordensgemeinschaften geleitet. Heute sind nur die Gruft und ein Barockportal aus dem Kolleg erhalten. Die Gruft wurde 1925 wieder ausgegraben und ist über eine Eisentür in der Terrassenmauer der Edith-Stein-Platzes zugänglich. Die Kirche und die Gebäude sind auf historischen Zeichnungen wie der Kölner Zeichnung von 1606 oder der Wiener Zeichnung von 1610 abgebildet. Die Anlage war stets vom Dom verdeckt, was sie in den Ansichten nicht sichtbar machte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft, Konvent
- Ort
- Speyer
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