Prähistorische Siedlung Pestenacker
archäologische Stätte in Deutschland
Die Prähistorische Siedlung Pestenacker liegt in der anmoorigen Talaue des „Verlorenen Baches“ bei Weil-Pestenacker im Landkreis Landsberg am Lech in Oberbayern. Sie wurde 1934 zufällig entdeckt und 1988–1993 sowie 2000–2004 archäologisch untersucht. Heute ist der Fundplatz Teil des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Die Siedlung der jungsteinzeitlichen Altheimer Gruppe entstand um 3496 v. Chr. und wurde mehrfach wieder aufgebaut. Die Grabungen zeigten bis zu 19 Kleinhäuser, die von einem rechteckigen Flechtwerkzaun geschützt waren. Nördlich und südlich von Hauptwegen standen Häuserreihen, die Traufseiten stießen aneinander. Die Gebäude waren mit Lehm verputzt und ihre Wandstümpfe sowie Lehmfußböden sind gut erhalten. Die Siedlung wird durch den Grundwasserspiegel und moderne Überbauung bedroht. Das Freilichtmuseum südlich des Geländes ist in der Aufbauphase. Funde werden dort präsentiert. Die Siedlung gehört zum Bodendenkmal D-1-7831-0057 und ist seit 2011 Teil des UNESCO-Projekts. In der Nähe liegen weitere Siedlungen der Altheimer Gruppe sowie römische und unbestimmte Brandgräber.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Weil
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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