📷 Bild: Wikimedia Commons
Kloster Milevsko
Kloster in Tschechien
Das Kloster Milevsko liegt in der gleichnamigen Ortschaft Milevsko im Okres Písek in Tschechien. Es ist ein Prämonstratenserkloster, das 1184–1187 von Georg von Mühlhausen gegründet und mit Mönchen aus dem Kloster Seelau besiedelt wurde. Die romanische Klosterkirche „Mariä Heimsuchung“ wurde im 13. Jahrhundert erweitert und war bis ins 14. Jahrhundert ein zentraler Ort der religiösen und kulturellen Aktivitäten. Das Kloster erreichte seine größte Blüte im 14. Jahrhundert, als es über 60 Dörfer besaß und eine lateinische Klosterschule gründete. Es spielte eine wichtige Rolle im kirchlichen Netzwerk, etwa als Mutterkloster für Schlägl, das 1307 offiziell als Tochterkloster anerkannt wurde. 1420 wurde es von den Hussiten zerstört, doch nach der Aufhebung 1575 wurde die Anlage 1623 an das Kloster Strahov verkauft und 1785 wieder aufgelöst. Heute beherbergt das Kloster ein Heimatmuseum und ein Café in der alten Lateinschule. Die Kirchen und Gebäude sind nur mit Führungen zugänglich. 2020 fanden Archäologen eine vermutete Nagelreliquie vom Kreuz Jesu, deren Herkunft noch untersucht wird. Drei Ordensmitglieder leben und arbeiten weiterhin in Milevsko.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Erbaut
- 1184
- Baustil
- Romanische Architektur
- Denkmalstatus
- Nationales Kulturdenkmal
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