📷 Bild: Wikimedia Commons
Pommerlesloch
Schachthöhle in Unterjettingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Das Pommerlesloch ist eine Schachthöhle in der Muschelkalkzone im Oberen Gäu, östlich des nördlichen Schwarzwaldes. Es liegt im Wald zwischen Mötzingen und Unterjettingen, etwa 50 km südwestlich von Stuttgart. Die Höhle befindet sich nahe der Ausstrichsgrenze zwischen Hauptmuschelkalk und Lettenkeuper im Trigonodus-Dolomit. Der Name stammt aus einer lokalen Sage, die einen Dackel namens Pommerle verbindet, der einst in die Höhle stürzte. Die Höhle entstand vermutlich durch Mischungskorrosion, bei der sich Wässer mit unterschiedlichem Kalkgehalt gegenseitig verstärkten. Der Eingang ist eingezäunt und mit einem Metallgitter abgedeckt. Der Schacht ist in mehrere Absätze unterteilt, wobei der erste nach wenigen Metern erreicht wird. Im tiefsten Teil der Höhle erreicht man eine Halle mit Sinterbildungen und Tropfsteinen. Die Gesamttiefe beträgt etwa 51 Meter. In der Höhle gab es mehrere Unfälle. 1910 stürzte ein Student in die Höhle, und 1965 wurde ein Wanderer nach drei Tagen von Kindern gefunden. Zudem starb ein Mann im Zweiten Weltkrieg unter ungeklärten Umständen. Die Höhle ist Teil der Geotope im Regierungsbezirk Stuttgart und wird in verschiedenen Dokumenten beschrieben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle, Naturdenkmal in Deutschland
- Ort
- Jettingen
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