HessenBezirk Hessen

Fundgebiet Trebur-Geinsheim

archäologische Stätte in Deutschland

Das Fundgebiet Trebur-Geinsheim liegt in Südhessen, am Rhein in der Gemeinde Trebur. Es umfasst den Wohnplatz Kornsand in der Gemarkung Geinsheim und gilt als der bedeutendste Fundplatz der frühen römischen Kaiserzeit im Hessischen Ried. Hier wurden sieben Römerlager identifiziert, die auf einem Areal von 60 Hektar verteilt sind. Das größte Lager erstreckt sich über 18 Hektar und ist durch Zweifach- und Dreifachgräben befestigt. Die Stelle war etwa einen Tagesmarsch von Mogontiacum entfernt und diente vermutlich als Schutz für das linksrheinische Buconica. Die Lager wurden in den 1980er Jahren entdeckt und datieren in der ersten Phase auf den Zeitraum zwischen 14 und 39 n. Chr., während die zweite Phase auf 70 bis 110 n. Chr. fällt. Archäologen wie Alexander Heising und Thomas Maurer haben die Funde untersucht und ihre strategische Bedeutung analysiert. Die Römerlager sind durch Münzfunde und archäologische Grabungen erkennbar. Die Lage ermöglichte einen trockenen Übergang durch die Rheinaue und war für den Rheinübergang wichtig. Die Lager sind Teil eines größeren Netzwerks römischer Stützpunkte und zeigen die militärische Präsenz in der Region. Die Umgebung umfasst das Hessische Ried und die rechtsrheinische Vorfeldregion von Mainz.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Hessen
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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