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Benediktiner-, später Zisterzienserinnenkloster Mariacron, Oppenheim
Kloster in Oppenheim
Das Kloster Mariacron war ein Benediktiner- und später Zisterzienserinnenkloster in Oppenheim am Rhein, zwischen Worms und Mainz. Es lag außerhalb der Stadtmauern vor dem Seilertor, an der Straße nach Mainz, heute Mainzerstraße 162. Die erste Erwähnung des Namens datiert aus dem Jahr 1280. Das Frauenstift war eine wichtige Bildungsstätte und besaß umfangreiche Besitzungen. Die Äbtissinnen hatten Einfluss auf die Region und stifteten wertvolle Gegenstände, wie den Sippenteppich, der heute im Dom- und Diözesanmuseum in Mainz aufbewahrt wird. Das Kloster wurde im 16. Jahrhundert durch die Reformation geschwächt und 1565 in ein weltliches Damenstift umgewandelt. Im Dreißigjährigen Krieg 1631 wurde es durch schwedische Truppen beschädigt, und 1636 übernahmen die Jesuiten die Anlage. Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 brannte das Kloster nieder. In der Folgezeit wurde es zu einer Brennerei, die 1961 unter der Marke Mariacron bekannt wurde. Die Produktion verlagerte sich in den 1980er Jahren. Heute erinnern noch Reste des Klosters an die Vergangenheit. Eine alte Giebelmauer, eine Inschriftentafel und eine Glocke, die im Nachbarort Nierstein aufbewahrt wird, sind Zeugnisse der Geschichte. Das ehemalige Gelände wurde 2007 in ein Wohn- und Gewerbegebiet umgewandelt, wobei die Erinnerung an das Kloster und die Brennerei bewahrt bleibt. In der Brennhalle sind eine Vinothek und eine physiotherapeutische Praxis geplant.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Rheinland-Pfalz
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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