Franziskanerkloster Kempen
archäologische Stätte in Deutschland
Das Franziskanerkloster Kempen war ein von 1624 bis 1802 bestehendes Kloster der Franziskaner-Observanten in der Stadt Kempen am Niederrhein. Es wurde unter Unterstützung des Kölner Erzbischofs Ferdinand gegründet und war Teil der Gegenreformation. Die Gründung war eng mit dem Vermächtnis des Schlossmachers Nikolaus Halver verbunden, dessen Haus in der Peterstraße zunächst genutzt wurde. Später wurde der Katharienenhof erworben, um einen größeren Konvent zu ermöglichen. Die Klosterkirche, die 1640 fertiggestellt wurde, war ein zentraler Baustein des Klosters. Sie wurde 1748 barock umgebaut und erhielt eine qualitativ hochwertige Ausstattung. Nach der Auflösung 1802 wurde das Gebäude als katholische Rektoratskirche St. Katharina wieder konsekriert. Die Anlage umfasste neben der Kirche auch ein Kapitelsaal, ein Gästehaus und einen Kreuzgang. Heute beherbergt das ehemalige Kloster das Kramer-Museum, die Stadtbibliothek und das Thomas-Archiv. Die archäologischen Funde aus dem Klosterinnenhof, darunter ein unterirdischer Raum aus der Barockphase, sind im Kramer-Museum und im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt. Der Bereich des Klosters ist als Bodendenkmal geschützt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Archäologische Stätte
- Ort
- Kempen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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