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Burg Kempen
Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Burg Kempen steht im nordöstlichen Stadtkern von Kempen im Kreis Viersen und war ursprünglich eine Landesburg der Erzbischöfe von Köln. Sie diente dem Schutz des kurkölnischen Territoriums an der nordwestlichen Grenze. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Gründung zurück und gilt als „beste erhalten kurkölnische Burg des 14. Jahrhunderts“ neben der Burg Zülpich. Bis 1794 war sie Wohnsitz des Schultheißen und Sitz des hohen Gerichts. Die Burg Kempen war bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger militärischer und administrativer Ort. Im 17. Jahrhundert wurde sie im Renaissancestil umgebaut, doch ein Brand Mitte des 19. Jahrhunderts zerstörte große Teile der Anlage. Der anschließende Wiederaufbau im historistischen Stil veränderte den Charakter der Burg. Heute wird sie als Schulgebäude genutzt und ist innen nur nach vorheriger Absprache besichtigbar. Die Außenanlagen sind öffentlich zugänglich. Die Burg Kempen ist ein zweiflügeliger Backsteinbau mit runden Türmen und einem dreieckigen Grundriss. Die Außenmauern sind bis zu zwei Meter dick, und die Anlage umgab ein Grabenring. Die Westfassade besitzt ein spitzbogiges Portal mit Doppelwappen, das Friedrich von Saarwerden als Bauherrn ausweist. Die Rundtürme an den Ecken unterscheiden sich in Durchmesser und Mauerdicke. Die Burg verfügt über eine Vielzahl von Fenstern, Schießscharten und Wendeltreppen. Die Außenanlagen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Kempen
- Erbaut
- 1396
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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