Vicus Mülfort
archäologische Stätte in Deutschland
Der Vicus Mülfort war eine römische Siedlung im heutigen Mönchengladbacher Stadtteil Odenkirchen. Sie lag im nördlichen Bereich des Stadtgebiets und wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet. Die Siedlung wurde 274 n. Chr. von den Franken zerstört und gilt als erste größere Siedlung im heutigen Mönchengladbach. Sie lag an einer strategisch wichtigen Straßenschlange, die den Rhein mit der Maas und Neuss verband. Der Vicus Mülfort war eine wichtige Raststation und Pferdewechselstelle. Hier lebten Händler und Handwerker, und es wurden Töpfereien, Getreidespeicher und Weihedenkmäler für Jupiter gefunden. Die Siedlung war etwa einen Kilometer lang und hatte im 2. Jahrhundert mehrere hundert Einwohner. Im Umfeld gab es zahlreiche Bauernhöfe, die mit dem sandigen Boden kämpften, und die Ernte umfasste Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse. Vor Ort erwartet man Spuren der römischen Siedlung, wie Uferbefestigungen, Fundstellen von Töpfereien und Bauernhöfen sowie römische Straßenreste. Die Straße war 6 bis 7,5 Meter breit und mit Sand befestigt. Im Umfeld von Mülfort wurden auch keltische Siedlungsspuren aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. gefunden. Die Region war ein dichtes Siedlungsgebiet der Kelten und später der Ubier.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Mönchengladbach
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